Redaktion - Freitag, 13. März 2026, 9:00 Uhr. Der Fuldaer Regens Dirk Gärtner hat betont, man bilde Priester „heute in den pastoralen Realitäten aus, wie sie sich zeigen“. Im Interview mit katholisch.de kontrastierte er dies mit der Priesterausbildung in der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil, „die in Abgrenzung zur Welt stattgefunden hat“. Trotz dieser Anpassung an die „pastoralen Realitäten“ ist die Zahl der Priesterweihen in Deutschland auf einem Rekordtief. In den Konzilsjahren von 1962 bis 1965 wurden in Deutschland jährlich mindestens 500 Diakone zu Priestern geweiht. 1994 waren es letztmalig mehr als 200 Neupriester, 2007 zum letzten Mal mehr als 100. Im Jahr 2025 gab es in 27 deutschen Bistümern nur noch 25 Neupriester. In Fulda, wo Gärtner für die Priesterausbildung verantwortlich ist, gab es in den letzten fünf Jahren nur fünf Priesterweihen. Gärtner erklärte am Donnerstag: „In der Priesterausbildung denken wir schon länger über ausgedehntere Praxisphasen nach und …
Die »pastoralen Realitäten« bestehen großteils aus Mißständen, die man mit verursacht hat. Die Rücksichtnahme auf die pastoralen Realitäten soll die Feigheit rechtfertigen, daran etwas zu ändern.